Hinweise zum Coronavirus

Informationen/Besuchsregelungen für Beschäftigte, Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer des bhz Stuttgart e.V. (Stand: 29.05.2020)

Auf dieser Seite informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen am bhz. Wir wissen, dass viele unserer Beschäftigten, Bewohnerinnen und Bewohner sich nach ihrem gewohnten Leben und Alltag zurücksehnen. Leider ist dies aktuell noch nicht möglich.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg hat die bestehende Verordnung zur Einschränkung des Betriebs von Werkstätten für Menschen mit Behinderung (CoronaVO WfbM) am 29. April mit Wirkung zum 4. Mai 2020 erneut geändert.Die novellierte Verordnung untersagte weiterhin die Beschäftigung und die Betreuung von Menschen mit Behinderung in den Werkstätten, Förder- und Betreuungsgruppen und in der Seniorenbetreuung. Eine Ausnahme von diesem generellen Verbot gab es wie zuvor für die Angebote der Notbetreuung für Menschen mit Behinderung, deren Versorgung zuhause nicht sichergestellt ist. Unter bestimmten Bedingungen gestattete die Verordnung nun aber eine beschränkte Öffnung der Werkstätten. Die neueste Verordnung vom 29. Mai 2020 gestattet nun ausdrücklich unter bedingten Bedingungen die Beschäftigung und Betreuung von Menschen mit Behinderung.

Ab Montag, 18. Mai, haben wir wieder mit der Betreuung und Beschäftigung einer kleinen Zahl von Menschen mit Behinderung in unseren Werkstätten begonnen. Dies geschah auf der Basis einer Risikoeinschätzung unserer Klientinnen und Klienten und deren freiwilliger Teilnahme, einer umfassenden Gefährdungsanalyse unserer Werkstattstandorte sowie verschiedenen vorbereitenden Maßnahmen zum Schutz der Betreuten und Mitarbeitenden vor einer Infektion mit COVID-19.

Auf Grundlage von Erfahrungen mit diesem ersten Schritt werden wir das Angebot der Betreuung und Beschäftigung an unseren Standorten langsam ausweiten. Dabei geht die Sicherheit aller Beteiligten vor Schnelligkeit. Unser Schutzkonzept wird fortlaufend überprüft, aktualisiert und fortgeschrieben werden. Weitere Informationen folgen.

Informationen auf einen Klick:

Neuerungen der Verordnung vom 29. Mai

Neu ist, dass die Verordnung zum 29. Mai 2020 die Beschäftigung und Betreuung von Menschen mit Behinderung in den Werkstätten unter bestimmten Bedingungen gestattet. Als Bedingungen nennt die Verordnung:

  • Der Werkstattträger legt ein Maßnahmenkonzept vor, aus dem die wirksame Leistungs­erbringung zur Teilhabe am Arbeitsleben erkennbar hervorgeht.
  • Der Träger verfügt über ein umfassendes Infektionsschutzkonzept inkl. Schließungs­szenarien für den Infektionsfall.

  • Die Betreuung und Beschäftigung der Klientinnen und Klienten erfolgt einzeln oder in Kleingruppen ent­sprechend der körperlichen Konstitution der Klienten und der räumlichen Gegebenheiten; im Förderbereich ist die Gruppengröße auf drei Teilnehmende begrenzt.

  • Die Gruppen werden möglichst getrennt nach Wohngruppen, Wohnheimen oder indi­viduell wohnenden Menschen gebildet.

  • Die Teilnahme der Klientinnen und Klienten ist freiwillig.

Wir werden die Vorgaben zeitnah umsetzen, um eine weitere, schrittweise Öffnung zu ermöglichen. Unsere Beschäftigten bitten wir, zu Hause zu bleiben, bis Sie Nachricht von uns erhalten.

Schließung von bhz-Bereichen

Am 18. März haben wir über die Schließung unserer Werkstätten für Menschen mit Behinderung ab dem 20. März informiert. Die Schließung erfolgte auf Empfehlung der Landeshauptstadt Stuttgart so­wie auf Anordnung des Landes. Die Schließung umfasste alle Angebote im Arbeits-, Berufsbildungs und Förder- und Betreuungsbereich sowie die Seniorenbreteuung. Auch das Bistro CUBE ist aktuell geschlossen. Die Einrichtungen der Behindertenhilfe, speziell die Wohneinrichtungen unterliegen weiterhin strengen Besuchs- und Ausgangsbeschränkungen. Ab Montag, 18. Mai, wurde die Beschäftigung und Betreuung eines kleinen Teils an Klientinnen und Klienten wieder aufgenommen.

Konkret bedeutet dies für Sie:

  • Die meisten Beschäftigten müssen aktuell weiterhin noch zuhause bleiben und können noch nicht in unsere Werkstätten kommen.
  • Unsere Bewohnerinnen und Bewohner, die in den Wohneinrichtungen bleiben, erhalten tagsüber weiterhin Beschäftigungs- und Freizeitangebote durch feste Teams der Werkstätten.
  • Besucherinnen und Besucher des Berufsbildungsbereichs, die weiterhin zuhause bleiben, erhalten auf dem Postweg Lernbriefe und werden telefonisch von Mitarbeitenden betreut.
  • Gruppenangebote des Familienentlastenden Service FELS setzen weiterhin aus. Das Team ist per E-Mail und telefonisch jedoch weiterhin für Sie da und erprobt digitale Formate.

Geöffnet ist die Tafel Feuerbach.

Vorsichtsmaßnahmen im bhz

Im bhz haben wir seit der Schließung unserer Werkstätten und den Besuchseinschränkungen weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um unsere Beschäftigten, Bewohnerinnen und Be­wohner sowie Mitarbeitende zu schützen:

  • Für alle gilt die Regel, soziale Außenkontakte möglichst gering zu halten. Wir setzen alles daran, dass es den Bewohnerinnen und Bewohnern auch unter den jetzigen Bedingungen gut geht und sie sich nicht „eingesperrt“ fühlen. Deshalb bieten je­weils feste Teams von Mitarbeitenden aus Werkstätten und anderen bhz-Bereichen Beschäf­tigung und Freizeitaktivitäten in den Wohneinrichtung an.
  • Unsere Mitarbeitenden halten die Hygieneregeln und Schutzvorkehrungen konsequent ein und vermitteln diese den Bewohnerinnen und Bewohnern im täglichen Umgang.
  • Wir haben uns vorbereitet für den Fall, dass Verdachts- oder Krankheitsfälle im bhz auf­treten. Unser Pandemieplan gibt Handlungsanweisungen zur Reduktion der Ansteckungs­gefahr, zur Sicherstellung der Versorgung erkrankter Personen, zur Aufrechterhaltung des Unternehmens und zur zuverlässigen Information von Beteiligten.
  • Wir stehen im engen Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Vorstand und Bereichsleitungen stimmen sich mehrmals wöchentlich per Video- oder Telefonkonferenz ab und treffen not­wendige Entscheidungen.
  • Unsere Mitarbeitenden zeigen in der jetzigen Ausnahmesituation einen tollen Teamgeist. Sie unterstützen sich gegenseitig und sind für die Bewohnerinnen und Bewohner ein verläss­liches und vertrautes Gegenüber.

Notfallbetreuung

Für Beschäftigte und Klienten, die nicht zu Hause bleiben können, haben wir Notfall-Betreuungsgruppen in Feuerbach und im Fasanenhof eingerichtet. Wenn Sie eine Notfallbetreuung brauchen, melden Sie sich bitte bei den Sozialdiensten.

Bitte beachten Sie, dass die Schließung dazu dient, die sozialen Kontakte zwischen Menschen und Institutionen und damit die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Die Notfallbetreuung sollte daher nur in Anspruch genommen werden, wenn Sie die Versorgung in der eigenen Häuslichkeit nicht ohne fremde Hilfe bewältigen können oder nicht allein zurechtkommen.

Folgende Beschäftigte und Betreute dürfen die Notfallbetreuung nicht besuchen:

  • Wer diese Beschwerden hat: zum Beispiel Fieber, trockener Husten, Schnupfen, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Glieder-Schmerzen, Schüttelfrost, in seltenen Fällen auch Durchfall).
  • Wer eine geschwächte Gesundheit hat, zum Beispiel ältere Menschen, Menschen mit Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und geschwächtem Immunsystem.
  • Wer in den letzten 14 Tagen mit jemandem zusammen war, der am Coronavirus erkrankt ist.
  • Wer sich unsicher ist, ob er gesund oder krank ist.
  • Außerdem kann es vorkommen, dass eine Person nach Hause schicken, wenn wir vermuten, dass sie krank sein könnte.

Telefonische Unterstützung 

Zur Unterstützung von Familien und Beschäftigten ohne Notfallbetreuung sowie für Bewohnerinnen und Bewohner haben wir Telefonnummern eingerichtet. Dort können Sie psychosoziale und seelsorgerliche Begleitung in dieser schweren Zeit erhalten. Wir wissen, dass die Schließungen für alle sehr belastend sind. Bitte nutzen Sie angebotenen Kontaktmöglichkeiten, wenn Sie Unterstützung brauchen. Wir sind auch in der jetzigen Situation für Sie da.

Sozialdienste für den „Süden“:     

  • Frau Melanie Kuttelwascher, 0711/71545-48
  • Frau Barbara Osterried, 0711/71545-41

Sozialdienste für den  „Norden“:          

  • Frau Gabriele Bachmayer, 0711/8179188
  • Frau Rebekka Pälmer, 0711/87873574
  • Frau Bärbel Petersen, 0711/540815-49

Frau Claudia Sluka-Gress, Psychologischer Dienst des bhz
Telefon: 0711/71545-913. Die Nummer wird auf das Handy von Frau Sluka umgeleitet. Bitte ggf. Nachricht auf der Mailbox hinterlassen.
Mail: claudia.sluka(at)bhz.de

Besuchs- und Ausgangsregelungen

Hinweise für Gäste, Angehörige und Betreuungspersonen (Wohnbereiche)

Ab Montag, den 18.05.2020, sind wieder in eingeschränkter und umsichtiger Weise Besuche möglich. Hier finden Sie unser Besucherkonzept. Damit diese unter den entsprechenden Infektionsschutzbedingungen ablaufen können, sind folgende Regelungen zu beachten:

  • Besuchswünsche sind bei der Einrichtung spätestens 24 Stunden vorab telefonisch oder per E-Mail anzumelden, jeweils bei den Hausleitungen oder hauptamtlichen Mitarbeitenden.
  • Die Einrichtung bestätigt den Besuch oder informiert rechtzeitig, wenn dem Besuchswunsch nicht entsprochen werden kann. In diesem Fall werden wir Ihnen zeitnahe Alternativen vorschlagen.
  • Melden Sie sich bitte, bevor Sie unsere Bewohnerinnen und Bewohner besuchen, bei einem/einer Verantwortlichen der Einrichtung an, um über unsere einrichtungsindividuellen Regelungen informiert zu werden. Das Mitbringen von Geschenken und sonstigen Gegenständen ist im Vorfeld mit der Einrichtung abzuklären

Beim Besuch in einer Wohneinrichtung ist Folgendes zu beachten:

  • Besuche können nur in speziell ausgewiesenen Besucherzimmern oder in den Außenbereichen (Garten) stattfinden. Das Betreten des Besucherraums bzw. des betreffenden Zimmers ist nur in Begleitung eines Mitarbeitenden gestattet.
  • Besuchende werden in eine Besucherliste eingetragen.
  • Bitte bringen Sie eine nicht-medizinische Alltagsmaske oder eine vergleichbare Mund-Nasen-Bedeckung mit und verwenden Sie diese während des gesamten Aufenthaltes in unserer Einrichtung.
  • Halten Sie bitte jederzeit und zu jeder Person in der Einrichtung grundsätzlich einen Mindestabstand von mindestens 1,5 Metern.
  • Informieren Sie uns, wenn Sie Ihren Besuch beenden. Wir begleiten Sie zum Ausgang.

Einhalten der Hygieneregeln:

  • Die allgemeinen Hygieneregelungen sind zum Schutze unserer Bewohnerinnen und Bewohner und Mitarbeitenden jederzeit einzuhalten. Dazu gehört insbesondere:
    • Beachtung der Husten- und Nies-Etikette: Verwendung von Einmal-Taschentüchern auch zum Husten und Niesen, alternativ niesen oder husten in die Ellenbeuge.
    • Sorgfältige Händehygiene: Händedesinfektion beim Betreten der Einrichtung und ggf. häufiges Händewaschen (30 Sekunden mit Wasser und Seife, anschließend gründliches Abspülen)
    • Möglichst die Schleimhäute im Gesichtsbereich (Augen, Mund etc.) nicht mit ungewaschenen Händen berühren.
  • Sofern Sie in den letzten 14 Tagen Anzeichen einer Atemwegserkrankung oder eines fieberhaften Infektes hatten, dürfen Sie unsere Einrichtung auf keinen Fall betreten. Bitte klären Sie dies unverzüglich mit einem Arzt ab. Sollten Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer mit dem SARS-CoV-2-Virus infizierten und/oder an diesem Virus erkrankten Person gehabt haben, dürfen Sie unsere Einrichtung ebenfalls nicht betreten. Eine entsprechende namentliche Erfassung der Kontakte wird von uns dokumentiert.
  • Wir bitten Sie auch bei jedem Besuch einen Selbstauskunftsbogen auszufüllen, der bei uns hinterlegt wird.

Ausgangsregelungen

  • Die Ausgangsbeschränkungen für unsere Bewohnerinnen und Bewohner gelten weiterhin, Spazier­gänge sind wie erwähnt erlaubt. Von Einkäufen bitten wir abzusehen, da viele unserer Klientinnen und Klienten die Ab­standregeln nicht einhalten können. Bei sozialen Kontakten außerhalb, die in solchen Situa­tionen entstehen können, müssen die Bewohnerinnen und Bewohner im Anschluss 14 Tage lang in der Einrichtung einen Mundschutz tragen. Dies ist für die allermeisten unserer Klientinnen und Klienten nicht durchzu­halten.
  • Bei Rückkehr von zu Hause gibt es eine Quarantäneregelung. Entweder es liegt eine negative Testung vor oder die Bewohnerin oder der Bewohner bleibt für 14 Tage in seinem/ihrem Zimmer und nimmt nicht am gemeinsamen Essen teil. Dazu haben wir einen Ablaufplan entwickelt. Nehmen Sie im Falle einer Rückkehr mit den Mitarbeitenden vor Ort Kontakt auf.

Hinweise für Gäste, Angehörige und Betreuungspersonen (Werkstätten und Förder- und Betreuungsbereich)

  • Bitte beachten Sie, dass Personen in unseren Betreuungs- und Wohnangeboten gesundheitlich vorbelastet sind.
  • Unsere Werkstätten sind daher auch für externe Besucherinnen und Besucher geschlossen.
  • Bitte wenden Sie sich in dringenden Fällen wegen einer Ausnahmeregelung und bei Fragen an die Ihnen bekannten Ansprechpersonen im bhz Stuttgart e.V.

Weitere Informationen

Weitere Unterstützungsangebote

  • Sollten Sie Hilfe benötigen oder anbieten wollen, zum Beispiel beim Einkaufen, werden Sie unter www.corona-engagiert.stuttgart.de fündig!
  • Die Bürgerstiftung Stuttgart vergibt zudem Soforthilfen für Menschen und Initiativen, die sich um die sozialen Herausforderungen kümmern, die die Corona-Krise mit sich bringt.
  • Tipps für die seelische Gesundheit gibt es auch auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.
  • Neben den bhz-eigenen Angeboten können Sie auch die folgenden Stutgarter Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen:
    • Krisen- und Notfalldienst, Telefon: 0180 511 044 4
    • Telefonseelsorge, Telefon: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222
    • Gewalt gegen Frauen, Telefon: 0800 011 601 6

Geben Sie die Informationen und Kontaktdaten gern auch an die Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen weiter, wenn sie längere Zeit in einem anderen häuslichen Umfeld verbringen müssen.