Hinweise zum Coronavirus

Informationen/Besuchsregelungen für Beschäftigte, Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige und gesetzliche Betreuerinnen und Betreuer des bhz Stuttgart e.V. (Stand: 17.07.2020)

Auf dieser Seite informieren wir Sie über aktuelle Entwicklungen am bhz. Wir wissen, dass viele unserer Beschäftigten, Bewohnerinnen und Bewohner sich nach ihrem gewohnten Leben und Alltag zurücksehnen. Leider ist dies aktuell noch nicht möglich.

Es  kehrt ein Stück Normalität in unsere Einrichtungen und Angebote zurück. Dies betrifft nicht nur unsere tagesstrukturierenden und Wohnangebote, sondern auch unsere offenen (Gruppen-)Angebote. Bei aller Sehnsucht nach Normalität ist die Infektionsgefahr noch nicht gebannt. Wir bitten daher alle bhz´ler – Klienten, Angehörige/gesetzliche Betreuer und Mitarbeitende – um einen verantwortlichen Umgang mit den Abstands- und Hygieneregeln sowie den Hinweisen zu möglichen Infektionsherden. Diese betreffen insbesondere das öffentliche Leben und die Reisewarnungen angesichts der anstehenden Urlaubszeit.

Bei seiner täglichen Arbeit muss das bhz Stuttgart vor allem drei Verordnungen des Landes beachten und umsetzen:

  • Die allgemeine Corona-Verordnung
  • Die Corona-Verordnung WfbM für Werkstätten für Menschen mit Behinderung
  • Die Corona-Verordnung Pflegeeinrichtungen

Informationen auf einen Klick:

Öffnung von bhz-Bereichen

Seit Montag, 18. Mai, haben wir wieder mit der Betreuung und Beschäftigung einer kleinen Zahl von Menschen mit Behinderung in unseren Werkstätten begonnen. Die Corona-Verordnung WfbM von Mitte Juni sieht eine weitere Öffnung der Werkstätten und ihrer tagesstrukturierenden Angebote vor. Sie erlaubt den Werkstätten unter bestimmten Bedingungen die Beschäftigung und Betreuung von mehr Menschen mit Behinderung als bisher. Mit der Erlaubnis der Beschäftigung und Betreuung von Menschen mit Behinderung entfällt laut Verordnung für die Leistungsberechtigten die Freiwilligkeit der Kommens und der Teilnahme an den tagesstrukturierenden Angeboten.

Im Zentrum unserer Schutzkonzepte stehen die strikt einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln. Diese führen dazu, dass wir aufgrund der vorhandenen personellen und räumlichen Ressourcen auch in Zukunft unsere Klienten nicht im üblichen Umfang betreuen und beschäftigten können. Auf den vorhandenen Flächen in den Werkstattstandorten können wir uns wahrscheinlich max. um 50 % der Klienten gleichzeitig kümmern.

Damit möglichst viele Klienten wieder in den Genuss der zwei Lebenswelten Wohnen und Arbeiten/Förderung kommen, werden die WfbMs des bhz in nächster Zeit in ein Schichtmodell einsteigen. Das bedeutet, dass sich die Klienten mit ihrer Präsenz an den Werkstattstandorten im wöchentlichen Rhythmus abwechseln werden (wahrscheinlich 2 bzw. 3 Tage pro Woche im Wechsel). Die betroffenen Beschäftigten und ihre Angehörigen bzw. gesetzlichen Betreuer werden von uns entsprechend informiert. Die Fahrdienste werden entsprechend organisiert.

Aktuell gilt:

  • Ein Teil der Beschäftigten muss aktuell weiterhin noch zuhause bleiben und kann noch nicht in unsere Werkstätten kommen.
  • Unsere Bewohnerinnen und Bewohner, die noch in den Wohneinrichtungen bleiben, erhalten tagsüber weiterhin Beschäftigungs- und Freizeitangebote durch feste Teams der Werkstätten.
  • Besucherinnen und Besucher des Berufsbildungsbereichs, die weiterhin zuhause bleiben, erhalten auf dem Postweg Lernbriefe und werden telefonisch von Mitarbeitenden betreut.

Die Tafel Feuerbach, das Bistro CUBE und unser Lädle im Burgenlandzentrum sind wieder normal geöffnet. Der Familienentlastende Service (FELS) kann Ferienbetreuungen und Freizeiten in den Sommerferien anbieten. Einzelbetreuungen können ebenfalls wieder angeboten worden. Einzelne Gruppenangebote wie Freitagstreff im Jugendhaus, Bewegungs- und Sportangebote in alternativem Format auf dem Gelände des bhz und cooltour finden statt. Darüber hinaus bietet der FELS digitale Formate an.

Urlaubsregelungen für Beschäftigte

Wir müssen wissen, wenn Sie aus einem Risikogebiet zurückkehren. Deshalb raten wir Ihnen ab, in ein Land oder ein Gebiet zu reisen, für das nach aktuellem Sachstand nach Rückkehr entweder eine Reisewarnung oder Quarantänepflicht vorliegt. Zudem ist das Risiko, dass Reisende ihre Rückreise aufgrund von zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, bei einigen Reisezielen hoch. Staatliche Rückholaktionen soll es im Sommer nicht mehr geben. In der Regel sind bei Reisen in ausgewiesene Risikogebiete kostenlose Stornierungen möglich. Bitte informieren Sie sich unmittelbar vor dem Reisebeginn, ob Sie sich in ein Risikogebiet begeben. Dies ändert sich leider allzu schnell.

Zusätzliche Fehlzeiten nach einem Urlaub müssen wir bei ihren Urlaubstagen berücksichtigen. Sollten Sie also – zum Beispiel aus familiären Gründen – trotzdem eine Reise in ein Risikogebiet planen, erörtern Sie dies unbedingt vor Urlaubsantritt mit Ihren Arbeitsgruppen, mit dem für sie zuständigen Sozialdienst und/oder Wohnleitung. In diesem Fall sind Sie durch die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg dazu verpflichtet, sich nach Ihrer Rückkehr selbst in Quarantäne zu begeben und mit dem Gesundheitsamt Kontakt aufzunehmen.

Als bhz behalten wir uns zudem vor, für den Fall einer angeordneten Quarantäne, die bereits bei Reiseantritt zu erwarten war, auf Ihren Urlaubsanspruch zurückzugreifen. Gleiches gilt für andere Fehlzeiten, wenn ein Urlaub trotz einer Reisewarnung angetreten wurde (zum Beispiel zusätzliche Fehlzeiten aufgrund eines Rückreiseverbots).

Bei allen anderen Reisen bitten wir Sie darum, ca. zwei Wochen lang eigenverantwortlich zu prüfen, ob ihr Urlaubsziel im Nachhinein noch zum Risikogebiet erklärt wird. Denn dann waren Sie ja zu dem Zeitpunkt, zu dem die Infektionszahlen bereits gestiegen sind, evtl. noch dort. In diesem Fall müsste man im Einzelfall schauen, was das für Ihre Arbeit an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz bedeutet.

Hintergrund:

Im Moment gibt es keine "sichere", sprich dauerhafte Regelung zum Thema Urlaub. Für die Rückkehrer aus Ländern der EU besteht meist keine Quarantäneregelung mehr. Dennoch gilt in vielen Bundeländern derzeit eine Quarantänepflicht für Rückkehrer, wie z.B. aktuell für Urlauber aus Schweden, der Türkei, den USA, Bosnien und Herzegovina. Die vollständige und ständig aktualisierte Liste finden Sie unter https://sozialministerium.baden-wuerttemberg.de/de/gesundheit-pflege/gesundheitsschutz/infektionsschutz-hygiene/informationen-zu-coronavirus/verordnungen/risikogebiete/

Die Quarantäne-Bestimmungen regelt jedes Bundesland für sich, in der Regel durch eine entsprechende Verordnung. Allerdings gibt es eine Verabredung zwischen Bund und Ländern: Demnach sollen 14 Tage Quarantäne für Reisende aus allen Ländern gelten, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern den Wert von 50 innerhalb einer Woche überschreitet. Dieser Grenzwert gilt als zentrale Kenngröße zur Identifizierung von Risikogebieten.

Die entsprechende Verordnung für Baden-Württemberg finden Sie hier: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/verordnung-fuer-ein-und-rueckreisende/

Somit kommt die Quarantäneregelung auch in den Ländern der EU-Staaten zum Tragen, nämlich dann, wenn die Zahl der Neuinfizierten in dem Land innerhalb der vergangenen sieben Tage höher als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner beträgt.

Dies bedeutet, dass sich Reisende vor Reiseantritt gut über das Reiseland informieren und besondere Vorsicht walten lassen sollten. Vor Reiseantritt sind unbedingt die Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes zu beachten (https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise). Diese Hinweise können Reisenden helfen, sich zu entscheiden, ob sie die Reise antreten.

Sollte sich die Zahl der Neuinfizierten in dem Reiseland während des Aufenthalts des Reisenden drastisch erhöhen, so dass die Zahl der Neuinfizierten innerhalb der vergangenen sieben Tage höher als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner beträgt, ist zum jetzigen Zeitpunkt in Baden-Württemberg eine Quarantäne vorgeschrieben.

Das Robert-Koch-Institut hat für die EU-Länder eine Übersichtskarte erstellt, in der übersichtlich dargestellt ist, wie die Neuinfiziertenanzahl der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner aussieht.

Die Karte finden Sie hier: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene_Einreisen_Deutschland.html?nn=13490888
Auch diese Karte kann bei der Entscheidung helfen, ob eine Reise angetreten wird oder nicht.

Wir tragen aktuell nicht nur eine besondere Verantwortung für uns selbst, sondern auch für Familienmitglieder, Freund*innen, Kolleg*innen und Betreute, mit denen wir Kontakt haben. Sämtliche Daten, die in diesem Zusammenhang über Sie anfallen, müssen übrigens nach vier Wochen wieder gelöscht werden. Allen, die in den nächsten Wochen ihren Sommerurlaub antreten, wünschen wir trotz allem schöne und erholsame Wochen und hoffen, dass Sie gesund wieder zurückkehren können.

Vorsichtsmaßnahmen im bhz

Im bhz haben wir seit der Schließung unserer Werkstätten und den Besuchseinschränkungen weitere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um unsere Beschäftigten, Bewohnerinnen und Be­wohner sowie Mitarbeitende zu schützen:

  • Für alle gilt die Regel, soziale Außenkontakte möglichst gering zu halten. Wir setzen alles daran, dass es den Bewohnerinnen und Bewohnern auch unter den jetzigen Bedingungen gut geht und sie sich nicht „eingesperrt“ fühlen. Deshalb bieten je­weils feste Teams von Mitarbeitenden aus Werkstätten und anderen bhz-Bereichen Beschäf­tigung und Freizeitaktivitäten in den Wohneinrichtung an.
  • Unsere Mitarbeitenden halten die Hygieneregeln und Schutzvorkehrungen konsequent ein und vermitteln diese den Bewohnerinnen und Bewohnern im täglichen Umgang.
  • Wir haben uns vorbereitet für den Fall, dass Verdachts- oder Krankheitsfälle im bhz auf­treten. Unser Pandemieplan gibt Handlungsanweisungen zur Reduktion der Ansteckungs­gefahr, zur Sicherstellung der Versorgung erkrankter Personen, zur Aufrechterhaltung des Unternehmens und zur zuverlässigen Information von Beteiligten.
  • Wir stehen im engen Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Vorstand und Bereichsleitungen stimmen sich mehrmals wöchentlich per Video- oder Telefonkonferenz ab und treffen not­wendige Entscheidungen.
  • Unsere Mitarbeitenden zeigen in der jetzigen Ausnahmesituation einen tollen Teamgeist. Sie unterstützen sich gegenseitig und sind für die Bewohnerinnen und Bewohner ein verläss­liches und vertrautes Gegenüber.

Ebenso bitten wir Sie um Beachtung coronabedingter Symptome und die Erwägung vorsorglicher Schritte wie Information von Kontaktpersonen, Vermeidung von Sozialkontakten und Testung. Denn mit den weiteren Öffnungen und vermehrten sozialen Kontakten besteht die Gefahr, dass die Infektionszahlen wieder steigen.

Folgende Beschäftigte und Betreute dürfen die tagesstrukturierenden Angebote nicht besuchen:

  • Wer diese Beschwerden hat: zum Beispiel Fieber, trockener Husten, Schnupfen, Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Glieder-Schmerzen, Schüttelfrost, in seltenen Fällen auch Durchfall).
  • Wer eine geschwächte Gesundheit hat, zum Beispiel ältere Menschen, Menschen mit Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und geschwächtem Immunsystem.
  • Wer in den letzten 14 Tagen mit jemandem zusammen war, der am Coronavirus erkrankt ist.
  • Wer sich unsicher ist, ob er gesund oder krank ist.
  • Außerdem kann es vorkommen, dass eine Person nach Hause schicken, wenn wir vermuten, dass sie krank sein könnte.

Telefonische Unterstützung 

  • Sozialdienste für den „Süden“: Frau Melanie Kuttelwascher, 0711/71545-48, Frau Annika Elser, 0711/71545-41
  • Sozialdienste für den  „Norden“: Frau Gabriele Bachmayer, 0711/8179188, Frau Rebekka Pälmer, 0711/87873574, Frau Bärbel Petersen, 0711/540815-49
  • Tagesstätte: Elisabeth Lang, 0711/45115-61
  • Pädagogische Leitung: Albrecht Dengler, 0711/71545-42
  • Wohnbereichsleitung: Isolde Vogt, 0711/67355175
  • Frau Claudia Sluka-Gress: Psychologischer Dienst des bhz, Telefon: 0711/71545-913. Die Nummer wird auf das Handy von Frau Sluka umgeleitet. Bitte ggf. Nachricht auf der Mailbox hinterlassen. E-Mail: claudia.sluka(at)bhz.de

Besuchs- und Ausgangsregelungen

Hinweise für Gäste, Angehörige und Betreuungspersonen (Wohnbereiche)

Die Corona-Verordnung für Pflegeeinrichtungen vom 1. Juli bringt Lockerungen bei den Be­suchs- und Ausgangsregelungen. So dürfen Bewohnerinnen und Bewohner wieder bis zu zwei Besuche täglich in ihren Zimmern empfangen. Die Besuche müssen wir dokumentieren. Das Verlassen der Einrichtung durch die Bewohnerinnen und Bewohner ist nach wie vor anzuzeigen.

Sie können Ihre Angehörigen wieder mal nach Hause in den Urlaub oder zu Besuchen holen und Ihnen da­mit einen Tapetenwechsel und/oder Urlaub bieten. Nach der Rückkehr von einem Besuch oder Urlaub gibt es keine Quarantäne-Regelung mehr. Entfallen ist auch die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung über 14 Tage bei Rückkehr in die Einrichtung oder gar die empfohlene Quarantäne.

Dabei setzen wir sehr auf Ihre verbindliche Verantwortung: Bitte achten Sie darauf, dass Sie und Ihre Angehörigen nicht zu viele verschiedene Außenkontakte haben und halten Sie die bekannten Hygieneregelungen mit Abstand, Hände waschen (Desinfektion) und Mundschutz (wo möglich) ein. Im Falle einer Infektion in unseren Wohnbereichen oder dem Anstieg der Corona-Fallzahlen in der Region Stuttgart behalten wir uns vor, Lockerungen kurzfristig wieder zurückzunehmen.

Bitte klären Sie vorab mit den Hausleitungen ab, wenn Sie Ihre Angehörigen für einen Besuch oder Urlaub abholen wollen.  Ausführlichere Informationen erhalten die Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihre Angehörigen von den Wohnbereichs-/Hausleitungen.

Hinweise für Gäste, Angehörige und Betreuungspersonen (Werkstätten und Förder- und Betreuungsbereich)

  • Bitte beachten Sie, dass Personen in unseren Betreuungs- und Wohnangeboten gesundheitlich vorbelastet sind.
  • Unsere Werkstätten sind daher für externe Besucherinnen und Besucher geschlossen.
  • Bitte wenden Sie sich in dringenden Fällen wegen einer Ausnahmeregelung und bei Fragen an die Ihnen bekannten Ansprechpersonen im bhz Stuttgart e.V.

Weitere Informationen

Weitere Unterstützungsangebote

  • Sollten Sie Hilfe benötigen oder anbieten wollen, zum Beispiel beim Einkaufen, werden Sie unter www.corona-engagiert.stuttgart.de fündig!
  • Die Bürgerstiftung Stuttgart vergibt zudem Soforthilfen für Menschen und Initiativen, die sich um die sozialen Herausforderungen kümmern, die die Corona-Krise mit sich bringt.
  • Tipps für die seelische Gesundheit gibt es auch auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.
  • Neben den bhz-eigenen Angeboten können Sie auch die folgenden Stuttgarter Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen:
    • Krisen- und Notfalldienst, Telefon: 0180 511 044 4
    • Telefonseelsorge, Telefon: 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222
    • Gewalt gegen Frauen, Telefon: 0800 011 601 6

Geben Sie die Informationen und Kontaktdaten gern auch an die Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen weiter, wenn sie längere Zeit in einem anderen häuslichen Umfeld verbringen müssen.