Frances und Isabel über ihre Erfahrungen in der Tagesförderstätte Birkach:
Der Umgang mit behinderten Menschen verunsichert viele Nichtbehinderte. Man weiß nicht so recht, ob und wie man kommunizieren kann und ob Hilfe erwünscht ist oder nicht. Die schonungslose Ehrlichkeit und Offenheit der Betreuten in der Tagesförderstätte machen einen es doch leicht sich in den Alltag der Gruppe schnell hinein zu finden.
Für uns begann das FSJ im September 2007 in der Tagesfördestätte Birkach des Behindertenzentrums Stuttgart e.V. Als wir anfingen hegten wir noch gewisse Zweifel ob wir es schaffen können den Anforderungen des Arbeitsalltages mit schwerbehinderten Menschen zu entsprechen.
Wie wird es mit der Körperpflege? Wie wird die Zusammenarbeit mit den anderen Kollegen? Sind wir wirklich in der Lage die behinderten Menschen mit unseren Möglichkeiten und unserem Wissen zu fördern?
Schon am ersten Arbeitstag waren diese Fragen für uns beantwortet, da wir von den Mitarbeitern und den zu betreuenden Menschen so herzlich empfangen wurden, dass es wie von allein klappte. Durch die offene und geduldige Art ermöglichte uns das Team der Tagesförderstätte die Arbeitgänge schnell zu lernen.
Inzwischen arbeiten wir schon über ein halbes Jahr in der Tagesfördestätte und trotzdem glich kein Tag dem Anderen. Beim Spielen, gemeinsamen Ausflügen, beim Snoezeln sowie jeglicher Art von Denksportaufgaben und vielem mehr gab es immer viel zu erleben und viel zu lachen.
Es ist nicht nur der Spass an der Arbeit in der Tagesfördestätte der uns das FSJ zu etwas Besonderem gemacht hat, sondern auch die Bereicherung an Erfahrungen und an zwischenmenschlichen Beziehungen.
Im Allgemeinen war das FSJ für uns ein prägendes Jahr, das uns viel für den weiteren Lebensweg mitgegeben hat. Uns hat das Jahr bestätigt, dass behinderte Menschen unheimlich interessante, offene und liebevolle Persönlichkeiten sind.
Wir bedauern, dass Nichtbehinderte immer noch große Kontaktscheu haben, denn der Kontakt mit diesen Menschen gibt einem persönlich ungeheure Kraft und Wärme.
Für Frances waren diese gesammelten Erfahrungen noch eine weitere Bestärkung ihre berufliche Laufbahn in die soziale Richtung zu lenken. Sie wird Heilerziehungspflegerin und beginnt mit viel Engagement und Freude ihre Ausbildung ab September 2008 hier im bhz.







